Thermisch aktivierte Gebäudehülle

Die äußere und innere Schale der Hüllkonstruktion bestehen aus gut wärmeleitendem Beton, in welche Kapillarrohrmatten aus Polypropylen eingebaut sind. Zwischen Innen- und Außenschale befinden sich eine leistungsfähige Dämmebene aus Mineralschaum und eine Lüftungsebene. Durch diesem Aufbau kann das Fassadensystem zur Abgabe bzw. Aufnahme von Wärmeenergie eingesetzt werden. Für die Innenoberfläche bedeutet dies, dass überschüssige Wärme im Fabrikinneren vom Fassadenelement aufgenommen werden kann und zur Kühlung beiträgt.   4_ETA 

Abb. 1: Wandaufbau
Bei zu niedrigen Innenraumtemperaturen kann das Fassadenelement als Flächenheizung eingesetzt werden. An der Außenoberfläche soll über die Kapillarrohrmatten je nach Bedarf solare Wärme aufgenommen bzw. fabrikinternes Überangebot an Abwärme an die Umgebung abgegeben werden.

Um die Umwelteinflüsse auf die thermische Leistungsfähigkeit der Hüllkonstruktion untersuchen zu können, wurde seitens des IWB ein Freibewitterungsversuchsstand inklusive eines Forschungscontainer aufgebaut und betreut. Ausgestattet ist dieser Versuchsstand mit einer weißen und schwarzen Duconplatte aus UHPC mit innenliegenden Kapillarrohrmatten (Abb. 2). Die Kapillarrohrmatten werden von einem  Wasser-Glycol-Gemisch durchströmt. Die Vorlauftemperatur der Flüssigkeit kann eingestellt werden. Eine Berieselungsanlage ist vorhanden, um die Platten künstlich beregnen zu können.   5_ETA
Abb. 2: Weiße und schwarze Duconplatten
Untersucht wird die Heiz- bzw. Kühlleistung in Abhängigkeit der Globalstrahlung , der Außenlufttemperatur, der Vorlauftemperatur, dem Berieslungszustand und der Plattenfarbe (weiß, schwarz).

Ansprechpartner:
Christian Blatt, M.Sc.