Entstehung

 

 
1884:  Am Stuttgarter Polytechnikum wurde 1884 durch Prof. Carl von Bach zunächst die Materialprüfungsanstalt gegründet.

1927:   Es erfolgte eine Zweiteilung der Anstalt. Die erste der beiden neuentstandenen Teilanstalten übernahm die Forschungs- und Prüfungsaufgaben für Materialien, die im Maschinenbau Verwendung finden. Im zweiten Bereich der aufgespaltenen Materialprüfungsanstalt standen die Materialien des Bauwesens im Mittelpunkt.

1936:   Die Abteilung Bauwesen wurde 1936 in "Institut für Bauforschung und Materialprüfungen des Bauwesens" umbenannt. Dieses Institut wurde von 1927 bis 1950 von Prof. Otto Graf geleitet, der, wie auch seine Nachfolger, an der Universität Stuttgart Baustoffkunde lehrte und diesem Lehrstuhl vorstand. Die Leitung dieser Forschungs- und Materialprüfungsanstalt für das Bauwesen wurde durch Prof. Otto Graf, der zuvor unter Prof. von Bach gearbeitet hatte, übernommen.

1943:   Beide Laboratorien wurden im zweiten Weltkrieg völlig zerstört. Nach Kriegsende wurden sie am ursprünglichen Standort zunächst provisorisch wiederaufgebaut.

1950:   Prof. Otto Graf setzte sich zur Ruhe.
 
1952:   Das Institut wurde in "Amtliche Forschungs- und Materialprüfungsanstalt für das Bauwesen (FMPA-Bauwesen)" umbenannt. Von 1952 bis 1969 stand Friedrich Tölke an der  Spitze des Instituts.
 
1953:  In Anerkennung der vielfältigen Verdienste von Prof. Otto Graf auf dem Gebiet der Baustoffe und Baukonstruktionen wurde sein Institut nach einstimmigen Beschluss des Großen Senats im Juli 1953 umbenannt in "Forschungs- und Materialprüfungsanstalt für das Bauwesen, Otto-Graf-Institut an der Technischen Hochschule Stuttgart".
 
1958:   Der endgültige Ausbau sowohl des Otto-Graf-Instituts (OGI) als auch der staatlichen Materialprüfungsanstalt (MPA Stuttgart) - Bereich Maschinenbau - erfolgte im Zuge des Aufbaus des neuen Universitätsstandorts in Stuttgart-Vaihingen in der Zeit zwischen 1958 und 1968.
 
1980:   Unter dem Direktor Prof. Gallus Rehm kam das Otto-Graf-Institut an das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg. Damit gehörte das OGI nicht mehr zur Universität. Eine bislang am OGI unter dem Namen „Abteilung Lehre“ geführte Gruppe wurde ausgegründet und verblieb an der Universität (Fakultät 2) als "Institut für Werkstoffe im Bauwesen".
 
2000:   Unter Prof. Reinhardt (seit 1990) erfolgte 2000 die Wiedereingliederung des Otto-Graf-Instituts in die Universität Stuttgart als "Forschungs- und Materialprüfungsanstalt für das Bauwesen, Otto-Graf-Institut (FMPA)".
 
2003:   Mit Wirkung vom 01.07.2003 wurden die "Staatliche Materialprüfungsanstalt (MPA) Universität Stuttgart" und die Forschungs- und Materialprüfungsanstalt für das Bauwesen, Otto-Graf-Institut (FMPA) zur "Materialprüfungsanstalt Universität Stuttgart (MPA Stuttgart, Otto-Graf-Institut (FMPA))" wiedervereinigt. Mit dem Zusammenschluss der beiden Einrichtungen zu einer zentralen Universitätseinrichtung verfolgte die Universität Stuttgart das Ziel, die vorhandenen Ressourcen zu bündeln und die Effizienz und Effektivität auf dem Gebiet der Materialprüfung und -forschung durch Nutzung von Synergien zu steigern. Mit der neuen Einrichtung soll darüber hinaus den Instituten des konstruktiven Ingenieurbaus ein verbessertes experimentelles Arbeiten ermöglicht werden.